2. Sitzung des ZKI-Arbeitskreises 'Kosten- und Leistungsrechnung' Beginn:        9.oo Uhr
Ende:         15.oo Uhr
Protokoll:    Herr Wößner
Teilnehmer: Bosse, Emrich, Fischer, Haverkamp, Held, Johannsen, Luttermann,
                 Martin, Otto, Schimmler, Schmidt, Täube, Wörfel, Wößner
Vortrag:     Frau Stein

TOP 0: Formalia
Herr Dr. Held begrüßt als Gastgeber die Teilnehmer des Arbeitskreises ‚Kosten- und Leistungsrechnung'.
Er stellt kurz das Hochschulrechenzentum und die Universität Münster vor. Der Ablauf der Sitzung wird festgelegt.
Die folgende Tagesordnung wird angenommen.
TOP 1: Berichte und Anfragen
TOP 2: Ergebnis der KuL-Umfrage bei ZKI-Mitgliedern
TOP 3: KuL - Begriffe, Definitionen, Konzepte, Ziele
TOP 4: Bestimmung von Preisen für HRZ-Dienste
TOP 5: AK KuL - Arbeitsplan: Ziele sowie wer macht was und bis wann?
TOP 6: Sonstiges

TOP 1: Berichte und Anfragen
Der AK KuL hat inzwischen 30 Mitglieder (25 Uni-, 5 FH-RZ) aus 27 Hochschulen.
Acht Mitglieder haben mitgeteilt, daß sie aus terminlichen Gründen nicht an dieser Sitzung teilnehmen können.

TOP 2: Ergebnis der KuL-Umfrage bei ZKI-Mitgliedern
Auf die Umfrage bei den ZKI-Mitgliedern per E-Mail haben insgesamt 30 Hochschulen (18 Universitäten und 12 Fachhochschulen) geantwortet. Auf der letzten
AK-Sitzung haben die AK-Mitglieder über den KuL-Status ihrer HRZ (18) berichtet. In einigen Bundesländern (z.B. Hessen, Niedersachsen, Hamburg) ist
beabsichtigt, das künftige Rechnungswesen an den Hochschulen zu vereinheitlichen.
Fragen per E-Mail an die ZKI-Mitglieder:
1. Wird in Ihrem HRZ bereits eine Kosten- und Leistungsrechnung eingesetzt?
2. Ist die Einführung einer KuL in absehbarer Zeit beabsichtigt?
3. Ist KuL im Rechenzentrum für Sie ein relevantes Thema?
4. Woraus ergibt oder ergab sich hauptsächlich die Notwendigkeit für eine KuL?
5. Wozu soll ggf. bei Ihnen hauptsächliche die KuL dienen?
6. Können Sie ggf. dem Arbeitskreis Ihre KuL-Unterlagen (Konzept, Kostenpläne, Kostenarten-plan, Kostenstellenplan, Kostenträgerplan, Leistungskatalog) zur
Verfügung stellen?
7. Ansprechpartner für KuL?
8. Welche Erwartungen haben Sie an den ZKI-Arbeitskreis KuL
9. Haben Sie konkrete Anregungen oder Vorschläge an den AK KuL?

Eine tabellarische Zusammenstellung ist aus der Anlage 1 (EXCEL-Datei) ersichtlich.

Fazit aus der Umfrage:
Die HRZ der Universitäten Münster und Siegen und die GWDG machen eine KuL
Die Initiative für die Entwicklung und Einführung einer KuL geht in der Regel nicht von den HRZ aus
Nutzen und Aufwand einer KuL im HRZ werden überwiegend kritisch gesehen bzw. die Wirtschaftlichkeit der Einführung und Durchführung einer KuL wird bezweifelt
KuL nur im HRZ wird generell abgelehnt (Ausnahme: KuL als Pilotprojekt) – Forderung hochschulweites Vorgehen
Die meisten FH-RZ und einige Uni-RZ können aus personellen Gründen (Mehrarbeit, Qualifikation) eine (aufwendige) KuL nicht leisten
In einigen Bundesländern (NRW, Hessen, Niedersachsen, Hamburg) wird die KuL für Hochschulen durch Gesetz oder ministerielle Weisung vorgeschrieben.
Vorgaben (Kostenpläne) sind für HRZ in der Regel zu grob und unhandlich.
Zunehmend wird von ‚oben‘ (Hochschulleitung, Ministerium) Druck auf HRZ hinsichtlich der Einführung der KuL ausgeübt
An mehreren Hochschulen arbeitet die Verwaltung oder eine Projektgruppe an der Planung oder Erneuerung des künftigen Rechnungswesens (Umstellung auf
kaufmännische Buchführung, Einführung neuer Buchungssysteme z.B. SAP, BAAN, Mach, HISCOP) und der Einführung eines Globalhaushaltes,
Notwendigkeit der KuL im HRZ: Druck von ‚oben‘, Sicherung der Existenz des HRZ, Grundlage für Budgetverhandlungen, Entscheidungsgrundlage für Dienstangebot
und Personalplanung sowie –einsatz, Transparenz der Kosten- und Leistungsstruktur, Ermittlung der Preise für die angebotenen HRZ-Dienste, Ermittlung der ‚Kosten-
und Leistungstreiber‘, Festlegung von Entgelten für interne und externe Verrechnung von HRZ-Leistungen,
Es besteht großes Interesse an der Arbeit bzw. den Ergebnissen des AK KuL.

TOP 3: KuL - Begriffe, Definitionen, Konzepte, Ziele
Frau Stein trägt über das oben genannte Thema vor. Die Folien liegen als Anlage 2 (PowerPoint-Files) dem Protokoll bei.

TOP 4: Bestimmung von Preisen für RZ-Dienste
Herr Prof. Luttermann referiert über „Grundlagen, Bestimmungen, Voraussetzungen, Freiräume, Konsequenzen" für Preise bzw. bei der Preisermittlung für RZ-Dienste
vor. Das RRZN verfügt über langjährige Erfahrungen auf dem Gebiet der Ermittlung und Festlegung von Preisen (es wurden auch Marktpreise durch Benchmarks
ermittelt). Bei der Nutzung eines ‚klassischen‘ Zentralrechners war des Problem der Preisermittlung noch relativ einfach. Bei der Nutzung von Parallelrechnern und für
einige Netzdienste ist jedoch eine sachgerechte Preisfindung oder ein ‚gerechtes‘ Abrechnungsmodell deut-lich schwieriger. Die Accountingssysteme liefern in der
Regel die erforderlichen Daten für eine Ab-rechnung oder den Kostennachweis. Die Abrechnung von HRZ-Diensten muß aufwandsgerecht, ressourcengerecht,
verursachergerecht und nachvollziehbar erfolgen. Auf der Grundlage eines Dienstekataloges sollen die entsprechenden Preise in DM bzw. Euro ermittelt und
ausgewiesen werden. In der Diskussion wurde empfohlen, einen ‚externen Dienstekatalog‘ für die Kunden und einen ‚interne Diensteliste‘ für die KuL zu erstellen.
Wegen des Aufwandes sollte jedoch die Leistungsaufgliederung nicht zu detailliert sein.

TOP 5: AK KuL - Arbeitsplan: Ziele sowie wer macht was und bis wann?
Auf den nächsten AK-Sitzungen soll der Themenkatalog (wie auf der letzten Sitzung festgelegt und im Protokoll festgehalten) behandelt und abgearbeitet werden.
Zunächst sollen folgende Themen behandelt werden:
1. Diensteliste
2. Qualität und Quantität der Dienste
3. Kostenumlage/Kostenzuordnung
4. Folgenabschätzung

Einige Teilnehmer berichten, daß sie sich zunächst mit den bereits existierenden KuL-Lösungen der Hochschulrechenzentren Münster und Siegen bzw. der GWDG
befassen wollen. Es wird sehr deutlich, daß die Mitglieder durch die in ihren Einrichtungen laufenden KuL-Diskussionen und entsprechende Planungs-bzw.
Projektarbeiten zeitlich erheblich belastet werden. Es besteht die Bereitschaft, die Ergebnisse und Erfahrungen dem Arbeitskreis zur gegebenen Zeit zur Verfügung
zu stellen.

TOP 6: Sonstiges
Herr Wößner dankt Herrn Dr. Held als Gastgeber und die Unterstützung bei der Ausrichtung und Durchführung der AK-Sitzung.
Termin der nächste Sitzung des Arbeitskreises KuL: Dienstag, 19. Okt. 1999 in Kassel.
 
 

 Kurt Wößner
(Vorsitzender)
 

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