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Exkursion am 24.-25.11.2011 zum Cisco Datacenter in Amsterdam

Datum: 24.11.2011 mittags bis 25.11.2011 nachmittags

Teilnehmer (ZKI):

Mr. Bogus                    Uni Heidelberg
Mr. Hebgen                   Uni Heidelberg
Mr. Ost                      Uni Münster
Mr. Bucher                   Uni Münster
Mr. Kalle                    Uni Köln
Mr. Böttger                  Uni Hamburg
Mrs. Dregger-Cappel          Uni Düsseldorf
Mr. Pöstges                  Uni Düsseldorf
Mr. Hennig                   Uni Leipzig
Mr. Boenniger                Uni Köln
Mr. Lotzkat                  TU Dresden
Mr. Weigand                  TU Dresden
Mr. Ohrenberg                DESY

Teilnehmer (Cisco):

Robert Nicola                Cisco
Michael Steyer Cisco
Sascha Merg Cisco
Chris Schmitz Cisco

Agenda


Entsprechend dem PDF-Dokument

Donnerstag, 24.11.2011

Nach einem sehr freundlichen Empfang im Cisco Office Amsterdam wurden wir zunächst zu einem kleinen Lunch eingeladen, das allerdings kurz ausfallen musste, weil einige später als geplant erst gegen 12:30 Uhr eintrafen und die erste Sitzung "Cisco on Cisco Datacenter" per eng zeitlich beschränkter Telepresence (HD Videokonferenz) stattfand. Rich Gore gab aus UK einen schönen Überblick über die weltweit verteilt betrieben Cisco Datacenter, deren Einsatzbereiche und deren Betriebsarten. Der Weg von HP zu UCS wird eben auch Cisco intern vorangetrieben, in 2011 konnten alle HP-Instanzen abgeschaltet werden und durch reale oder virtuelle UCS Server ersetzt werden. Eine Cisco-eigenentwickelte private Cloud-Lösung namens CITEIS, inzwischen in der Version 2, basierend auf den Zukäufen Tidal und newScale ist Cisco-intern erfolgreich im Einsatz.

Die Slides von Benny van de Voorde zeigen weitere praktische Details zum IT-Betrieb bei Cisco und ergänzen die Darstellung von Rich Gore. Virtualisierung auf allen Ebenen (Netz, SAN, Storage, Server, Management) und Mandantenfähigkeit ("multi-tenancy") sind dabei der Schlüssel zum Erfolg. Möglichst automatisiertes Multi-tiering im Storage-Bereich (SAN in mehreren Qualitäten, SAS, SATA, NFS usw.) erlaubt günstige Angebote für den internen Abnehmer.  Benny führte dann erfolgreich einige SaaS Szenarien vor.

Nun kam das eigentlich spannende an diesem Tag, der Besuch des Cisco Datacenter in Almere bei Amsterdam. Nachdem unsere Deutschen Cisco-Gastgeber uns in mehreren Wagen dorthin gebracht hatten, erfolgte eine Eingangskontrolle, die das LBNL in den Schatten stellte. Jeder musste sich ausweisen, erhielt einen codierten Badge und musste durch eine Vereinzelungs-Glas-Tür (wie sie in Münster auch zum nächtlichen RZ-Zugang genutzt wird) in den geschützten Bereich gelangen. Walter Ho erklärte uns dann kurz das Layout des DC, wir sollten uns auf Raum 4 konzentrieren, wo Cisco-eigenes Gerät betrieben wurde. In Nachbarräumen wurden Server von Ironport und anderen Cisco-Zukäufen betrieben. Raum 4 hatte jedoch eine eigene Security-Infrastruktur noch einmal in das eigentlich schon sehr sichere Gebäude integriert. Schon sehr James-Bond bzw. mission impossible -artig, diese Dinge. Zu sehen gab es dann einige UCS-Blade-Chassis und eine Menge Racks mit SAN- und LAN-Switches drin, einige leere Racks gab es auch. Insgesamt recht locker bestückt fand ich das DC. Von einer hot-spot Bildung und Energiedichte von mehr als 15 KW/rack war ausser bei einem rack nicht zu reden, auch wenn alle Racks sehr schon in Warm um Kalt-Gaenge eingeteilt waren, siehe Photos in den slides.

Danach Transfer ins schöne Hotel WestCord Fashion etwas ausserhalb, dort fast lane checkin und nach 5 Minuten auf dem Zimmer Aufbruch nach downtown zum Essen im Gauchos am Leidseplein.

 

Freitag 25.11.2011

Zunächst mit Iwan Hoogendoorn einige Erinnerungen an den DC-Besuch am Vorabend und ein paar Hintergrundgedanken dazu. Cisco's tier 3 Datacenter in Europa hat ca. 750 Quadratmeter Fläche und kann 1,5 Megawatt Leistung aufnehmen. Alle Verkabelung ist oberhalb der racks von der Decke abgehängt realisiert. Neben der durch UCS minimierten Verkabelung in den racks werden MTP (multipath push on) Kabel vereinfachen die Verkabelung zwischen racks und rows.

Danach von Sascha Merg (den ich in Eschborn schon als UCS-"Fahrlehrer" kennengelernt hatte) ein schöner technischer Überblick über UCS und deren Administration bis hin zu den Cisco-einzigartigen Cisco UCS M81KR VIC CNA-Karten, die direkten Network-IO zum Gast hin erlauben, ohne dass eine VMware-Software-Switch-Komponente involviert ist.

Zum Abschluss trug Erik Lenten über Virtual Experience Infrastructure (VXI) vor, ein Name mit dem Cisco sein serverseitiges Angebot für Thin Tlients Lösungen - sei es mit Citrix oder VMware - als Validated design vermarktet. Besonders hängen geblieben ist davon bei mir die Frage nach der Wirtschaftlichkeit von solchen Umgebungen, die wohl nicht in jedem Fall gegeben sein muss, so dass besondere case studies einem Erfolg vorangehen sollten.

Nach einem diesmal ausführlichen Lunch in der Cisco-Kantine verabschiedeten wir uns von unseren freundlichen Gastgebern mit dem Eindruck, dass Cisco wirklich auch Rechenzentrums-Server-Betrieb "kann" und auch intern praktisch einsetzt. Während unseres Besuchs im Datacenter am Vorabend wurden dort nämlich angeblich die Lohn- und Erfolgs-Abrechnungen der EMEA-Cisco-Mitarbeiter durchgeführt, was die Zugangserlaubnis für einen Kundenbesuch natürlich stark erschwert hat.

Nochmals ganz herzlichen Dank an unsere Betreuer bei Cisco und besonders Herrn Nicola für das Zustandekommen dieser eindrucksvollen Exkursion!

(Claus Kalle, im Dezember 2011)